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Konfirmation

Im siebenten Schuljahr erhielten die Kinder bis zur Schulreform 1948 neben dem Religionsunterricht auch die Konfirmandenunterweisung, die meistens ab Neujahr erteilt wurde. Danach wurde in den verstaatlichten Schulen kein Religionsunterricht mehr erteilt. Die Konfirmation wurde am Palmsonntag gefeiert. Dies war ein überaus bedeutender Tag für die ganze Gemeinde, besonders aber für die Familien, deren Kind konfirmiert wurde. Mit der Konfirmation übernahmen die jungen Leute einen Teil der Rechte und Pflichten der Erwachsenen.
Im Sinne eines alten Brauches wurde fünf Wochen vor der Konfirmation damit begonnen, Sonntag für Sonntag im Gottesdienst von je zwei Konfirmanden, je einem Mädchen und einem Jungen, einen Spruch aufsagen zu lassen. Dem Inhalt nach waren es Bekenntnisse zum christlichen Glauben, von den Konfirmanden im Dialog oder auch als Einzelvortrag dargeboten. Der Konfirmationsgottesdienst war einer der feierlichsten im ganzen Kirchenjahr, zumal es die erste Gelegenheit für junge Leute war, am Abendmahl teilzunehmen. Alte Sitte schrieb vor, dass man vorher alle nahen Verwandten, insbesondere aber den Taufpaten danken und sie um Verzeihung bitten musste, wichtige Voraussetzung um mit "reinem Gewissen" vor den Altar treten zu können, wenn das Heilige Abendmahl zum ersten Mal empfangen wurde.
Die Konfirmation war auch Voraussetzung für die Aufnahme, das "Eingrüßen", in die Bruder- und Schwesternschaft. Nach dem "Zugang", der Aufnahme der Frischkonfirmierten in diesen Verband, waren sie vollberechtigte Mitglieder dieser Körperschaft. In der Kirche erhielten die Jugendlichen, zu denen sie sich nun zählen durften, neue Sitzplätze nach strenger Sitzordnung. Des Weiteren war ihnen ab nun die Teilnahme an allen Vergnügungen der Jugend erlaubt sowie die Möglichkeit geboten, Taufpate sein zu dürfen. Nach dem Gelöbnis, als rechter Christ zu leben, wurde jeder Konfirmand einzeln eingesegnet und erhielt vom Pfarrer seinen Konfirmationsspruch.
In den 1960er und 1970er Jahren war es für die jungen Konfirmanden nicht selbstverständlich, an dem Konfirmationsunterricht teilzunehmen. Die politischen Machthaber des Landes versuchten, die jungen Leute von der Kirche und dem christlichen Glauben fernzuhalten; dieses geschah, indem an Sonntagen meistens schulische Aktivitäten angeordnet wurden. Am Konfirmandenunterricht konnte man nur heimlich teilnehmen.



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